Zahlen

6, 8, 9, 13, 46 – diese fünf Zahlen zeichnen das Bild der aktuellen Flüchtlingspolitik in Deutschland. In aufsteigender Folge stehen die ersten vier Zahlen für den Prozentsatz der in einer Allensbach-Umfrage erhobenen Werte für die Lösungskompetenz die die Deutschen Parteien in der Flüchtlingsfrage zubilligen. SPD, CSU, AfD, CDU, so die Reihenfolge. Linke und Grüne kommen auf gerade einmal vier Prozent. Das sollte deren Parteiführungen zu denken geben.

Die AfD, deren Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern die anderen Parteien umtreibt, kommt erwartbar nicht gut weg. Insofern stimmt das Urteil, diese Partei sei nicht in der Lage, das Problem zu lösen, das sie so lautstark beklagt. Das hat zuvorderst nicht viel damit zu tun, dass die AfD keine Regierungsverantwortung trägt. Nur, die anderen Parteien die die Koalition bilden kommen in der Umfrage auch nicht gut weg. Die werden froh sein, wenn die AfD bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus bei den 15 Prozent der Stimmen aus den Meinungsumfragen landet und nicht bei mehr.
Es kann auch anders kommen angesichts der fünften Zahl. 46 Prozent der Befragten bekunden, Verständnis dafür zu haben, wenn jemand AfD wähle – als Denkzettel für die anderen Parteien. Der Begriff der Denkzettel-Wahl ist also in der Gedankenwelt selbst derer angekommen, die nach eigenem Bekunden nicht für die AfD sind. Ist es von da ein großer Schritt, selbst einen Denkzettel zu verteilen?

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